Wassermangel erhöht die Spannungen: „heißer“ Sommer an der iranisch-afghanischen Grenze

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Nach dem kleinen Konflikt an der iranisch-afghanischen Grenze letzte Woche haben die Parteien zwar versucht, die Spannungen abzubauen, doch hohe Temperaturen und unzureichende Infrastruktur öffnen die Tür zu neuen Krisen. Nun, steht mitten in Kabul-Teheran ein Krieg bevor, was ist die Ursache des Problems?

DIESE WOCHE 43 GRAD

Der Fluss Helmand entspringt an einem Punkt in der Nähe von Kabul und erreicht den Iran über eine Strecke von etwa 1100 km. Allerdings behauptet der Iran, dass er nur 4 Prozent des im Memorandum von 1973 geregelten Mindestwasserrechts erhalten könne. Die Lufttemperatur in der Provinz Sistan und Belutschistan mit einer Bevölkerung von 3 Millionen, in die das Flusswasser reicht, lag diese Woche bei 43 Grad Celsius. Aufgrund der hohen Temperaturen leiden bereits 97 Prozent des Landes, das seit 30 Jahren von Dürre heimgesucht wird, unter unzureichenden Niederschlägen. Beispielsweise lösten die Auflagen im vergangenen Jahr die Regierungsauffassungen aus. Aus Angst vor einer neuen Volksbewegung drohte der iranische Präsident Ibrahim Reisi den Taliban in der Vorwoche mit einer „militärischen Option“.

ZWEI KRITISCHE FAKTOREN

Laut Hamidreza Azizi, einem Forscher der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), im Gespräch mit Hürriyet, lösten die Worte des Chefs eine Reaktion seitens der Taliban aus. Tatsächlich werden seit einer Woche auf Taliban-freundlichen Social-Media-Konten Aufrufe zum Krieg gegen Teheran laut. Experten halten dies jedoch aus zwei Gründen für nicht möglich:

Dearsi machte auf die Anwesenheit von drei Millionen afghanischen Flüchtlingen im Iran aufmerksam und sagte: „Wenn es mitten in Kabul-Teheran zu einem schweren Konflikt kommt, könnten diese Flüchtlinge erhebliche Unruhen im Iran verursachen.“ „Die iranische Regierung muss dies berücksichtigen“, sagte er. Der Iran-Experte Professor Abdolrasool Divsallar wies darauf hin, dass die Grenzlinie zwischen den beiden Ländern 900 km lang sei: „Die Taliban sind kein Staat. „Mit ihm in den Krieg zu ziehen, wird die gesamte Grenze unsicher und anfällig für Terrorakte machen“, sagte er. Es wird darauf hingewiesen, dass es vor allem in den Sommermonaten zu neuen Spannungen kommen kann und nicht damit gerechnet wird, dass es zu einem umfassenden Krieg kommt.

Freiheit

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